Der Wahlpflichtkurs Schulimkerei pflanzt einen Bienenbaum

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Ein alter Mann pflanzte kleine Apfelbäumchen. Da lachten die Leute und sagten zu ihm:
„Warum pflanzt du diese Bäume? Viele Jahre werden vergehen, bis sie Früchte tragen, und du selbst wirst von diesen Bäumen keine Äpfel mehr essen können.“

Da antwortete der Alte: „Ich selbst werde keine ernten. Aber wenn nach vielenn Jahren andere die Äpfel von diesen Bäumen essen, werden sie mir dankbar sein.“

aus: Kleine Geschichten von Leo Tolstoi

Seit dem Schuljahr 2013/2014 haben wir in unserer Oberstufe einen Wahlpflichtkurs Schulimkerei.

Er setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis 12 zusammen, die sich während eines Schuljahres mit dem Leben der Honigbienen beschäftigen. Dabei können erste Einblicke in die ökologische Bedeutung der Bienen und die Tätigkeiten eines Imkers gewonnen werden.

Bienen sind wie kaum ein anderes Lebewesen extrem abhängig von der Umwelt, die die Menschen für sie (um)gestalten und die Menschen brauchen wiederum die Bienen zur Nahrungssicherung. Heute sind die Bienen vielfältig bedroht: Neben der Varroamilbe, Bienenkrankheiten und Umweltgiften sind vor allem die ausgeräumten Landschaften eine große Gefahr, da sie kaum noch Nahrung für Bienen bieten. An unserem Schulort Altenkessel kann man zahlreiche Vorgärten sehen, die aus Steinen, Kies, Gras oder Grünpflanzen bestehen und für Bienen einer Wüste gleichen.

Um dem entgegen zu wirken pflanzen die Wahlpflichtkurse jährlich eine „Bienenweide“ an. So blüht inzwischen die Wiese am Eingang des Schulgartens in jedem Frühjar bunt durch die gesteckten Krokusse und wir versuchen jedes Jahr speziell ein Beet mit Blühpflanzen für die Bienen anzulegen.

In diesem Schuljahr hat der Wahlpflichtkurs gleich neben dem neu errichteten Bienenstand einen sogenannten „Bienenbaum“ (Euodia hupehensis) gepflanzt, der bereits drei erste Blütendolden angesetzt hat. Er blüht dann, wenn die meisten anderen Blühpflanzen und Bäume verblüht sind und bietet den Bienen und anderen Insekten am Ende des Sommerst eine letzte Stärkung vor dem langen Winter.

Damit sind wir gleichzeitig einem Aufruf des Bundes der Freien Waldorfschulen nachgekommen, der im Rahmen des 100 jährigen Jubiläums der Waldorfschulen in 2019 dazu anregt, unter dem Projekt „Bees and Trees“ alle Waldorfschulen weltweit zu Bienenoasen umzugestalten.

Wir werden auch in Zukunft weiter daran arbeiten und unsere Umwelt nach und nach immer bunter und bienenfreundlicher werden lassen, ganz im Sinne der eingangs zitierten Geschichte von Leo Tolstoi.

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