Wiedereinstieg in den Regelbetrieb nach den Sommerferien

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Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

hiermit leiten wir euch/Ihnen ein Schreiben unserer Bildungsministerin, Frau Christine Streichert-Clivot, und ein Informationsschreiben des Ministeriums weiter. Wenn uns der angekündigte neue Musterhygieneplan vorliegt, werden wir euch/Sie gegebenenfalls noch über genauere Vorgaben für die Organisation unseres Schulbetriebes nach den Sommerferien informieren.

Nach jetzigem Stand werden auch wir in das neue Schuljahr mit ganzen Klassen und dem gewohnten regulären Stundenplan starten. Uns wieder als Schulgemeinschaft erleben zu können, darauf freuen wir uns ganz besonders.

Liebe Schülerinnen und Schüler, es tut uns sehr leid, dass ihr auf so viele schulische Ereignisse in letzter Zeit verzichten musstet, auf die ihr euch sicher gefreut habt, und wir sind stolz auf euch, dass ihr die Belastungen und Herausforderungen der zurückliegenden Unterrichtswochen und Prüfungstage so gut gemeistert habt!

Ihnen, liebe Eltern, danken wir für Ihre Unterstützung und für die Geduld, die Sie für manche Unpässlichkeiten in dieser Zeit aufbringen mussten.

Herzliche Grüße und euch/Ihnen allen schöne, erholsame Sommerferien!

Susanne Weber-Probst            Gaby Altmeyer

St.v. Geschäftsführung             Für die Schulführung

 

 

01. Juli 2020

An alle Eltern und Erziehungsberechtigten im Saarland

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

ein ereignisreiches und außergewöhnliches erstes Halbjahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Seit der Entscheidung zur Schließung der saarländischen Schulen und Kindertagesstätten sind nun fast vier Monate vergangen. Vier Monate, die Sie, liebe Eltern, und Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, stark gefordert haben. Kinderbetreuung, den Beruf und das Ler- nen von Zuhause zu organisieren und zu vereinbaren, stellt Familien in der Corona-Krise vor größte Herausforderungen.

Wir haben den Präsenzunterricht an Schulen vorübergehend ausgesetzt, um die Verbreitung des Coronavirus‘ einzudämmen und eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu ver- hindern. Beide Ziele haben wir gemeinsam erreicht. Wir alle sehen sehr deutlich, wie wich- tig KiTas und Schulen, ihre Teams und die Familien, für das Funktionieren unserer Gesell- schaft sind. Ich weiß, was diese Zeit Ihnen und Euch abverlangt hat. Für das in dieser schweren Zeit Geleistete danke ich Ihnen und Euch allen herzlich.

Deshalb bin ich sehr froh, dass wir nun den nächsten Schritt nach vorne, in Richtung Nor- malität gehen. Denn in das kommende Schuljahr wollen wir im regulären Schulbetrieb star- ten. Nach wie vor gilt dabei, dass dieser Schulbetrieb unter Pandemie-Bedingungen zu or- ganisieren ist, d.h. gewisse Einschränkungen wird es auch nach den Ferien geben. Diese stehen auch in Abhängigkeit zum Infektionsgeschehen.

Planung des Schuljahres 2020/21

Bei der Planung des Schuljahres 2020/2021 haben wir alle am Schulleben Beteiligten im Blick. Der Gesundheitsschutz bleibt nach wie vor wichtig. Gleichzeitig stehen wir in der Verantwortung, das Recht auf Bildung umzusetzen und einen Schulbetrieb zu organisieren, der die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien stärker berücksichtigt.

Grundsätzlich gilt: Wir müssen das Infektionsgeschehen noch eine Weile weiter beobach- ten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu lokalen oder regionalen Infektionsschutz- Maßnahmen kommen muss, wenn sich das Infektionsgeschehen negativ entwickelt. Anstel- le der Schließung ganzer Schulstandorte oder gar erneuter flächendeckender Schulschlie- ßungen sollen aber flexible Reaktionen vor Ort treten.

Um Schulen einen klaren Rahmen für die Vorbereitung und Durchführung des Schulbetriebs nach den Ferien zu setzen, wird es einen neuen Musterhygieneplan geben, der zwischen dem Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) und der Gesundheitsseite abgestimmt ist. In diesem wird es weiterhin entsprechende Vorgaben geben, u.a. zu Wegeführung, Pausenge- staltung, Vorgaben zu verschiedenen Unterrichtsfächern und -methoden, Hygieneregelun- gen (Händewaschen, Raumlüftung, Raumreinigung etc.) sowie zu Mund-Nasen- Bedeckungen. Eine Maskenpflicht für den Unterricht und für Pausen im Freien wird es nicht geben. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht bleibt freiwillig möglich. Im Schulgebäude und beim Pausenverkauf soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Vorbeugende Hygienemaßnahmen und das Grundprinzip der Nachvollziehbarkeit spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen ent- fallen zukünftig.

Es werden zudem Verfahren festgelegt, um bei Verdacht einer Infektion schnell und gezielt infizierte Personen zu identifizieren. Unser Ziel ist, dass am betroffenen Schulstandort für die nicht betroffenen Personen der Präsenzunterricht weiterlaufen bzw. das Lernen von zu- hause für die Schüler*innen in Quarantäne organisiert werden kann. Das setzt im Ver- dachtsfall schnelle Tests voraus, die allen Beteiligten Sicherheit geben.

Wir treffen zudem verbindliche Regelungen für Lehrkräfte und Schüler*innen, die einer Risi- kogruppe zugehörig sind, auf der Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Auch die Betreuung der Schülerinnen und Schüler im freiwilligen und gebundenen Ganztag wird im vollen Umfang unter Wahrung der Maßgaben zum Infektions- und Gesundheits- schutz gewährleistet.

Ich bin sehr froh, dass Kinder und Jugendliche bald in den regulären Unterricht zurückkeh- ren werden und der direkte Kontakt mit den Schulfreundinnen und Schulfreunden sowie den Lehrkräften und dem ganzen Schulteam wieder möglich sein wird. Das ist wichtig, denn Schule ist ein sozialer Lern- und Lebensort.

Auch bin ich mir bewusst, dass es viele Familien in den vergangenen Monaten sehr schwer hatten, insbesondere wenn es um das digital unterstützte Lernen von zuhause ging. Viele Familien können sich geeignete Endgeräte schlicht nicht leisten. Sie brauchen unsere Unter- stützung. Und ich verspreche Ihnen: Sie werden sie bekommen. Das geht aber in der Fläche nicht von heute auf morgen.

Die Landesregierung hat massive Investitionen in die digitale Bildung beschlossen: Das 50- Millionen-Euro-Investitionsprogramm „Digitale Bildung jetzt!“ ergänzt den DigitalPakt Schu- le, mit dem wir 60 Millionen Euro in IT-Infrastruktur an Schulen investieren. Bis 2024 ste- hen insgesamt 110 Millionen Euro für Investitionen in die digitale Bildung und den Ausbau der IT-Infrastruktur an den Schulen im Saarland zur Verfügung.

Unser kurzfristiges Ziel zum neuen Schuljahr ist, in einem ersten Schritt allen Schülerinnen und Schülern über eine Geräteleihe digitale Endgeräte zur Verfügung stellen, die derzeit nicht über geeignete Geräte verfügen. Auch die Lehrkräfte werden mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Entsprechende Fortbildungsangebote weiten wir aus.

Individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Phase des Ankommens nach den Sommerferien

Die Phase des Ankommens nach den Sommerferien ist für alle Schülerinnen und Schüler wichtig, insbesondere für die Erstklässlerinnen und Erstklässler sowie die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen an unseren weiterführenden Schulen. In dieser Phase findet ein enger Austausch zwischen den Lehrkräften und ihren Lerngruppen sowie mit den Erzie- hungsberechtigten statt. Dabei werden insbesondere Schülerinnen und Schüler mit beson- derem Beratungs- und Unterstützungsbedarf entsprechende Angebote erhalten. Darüber hinaus werden für die Dauer des Präsenzunterrichts die Strukturen des Lernens von Zuhau- se dauerhaft und nachhaltig gefestigt und ausgebaut.

Um die individuellen Förder- und Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler zu stärken, investieren wir gemeinsam mit den Landkreisen und dem Regionalverband massiv in den flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit. Künftig sollen alle Schülerinnen und Schüler unkompliziert Zugang zu den Angeboten der Schulsozialarbeit bekommen.

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, ich danke Ihnen und Euch für die Geduld und die gelebte Solidarität in den vergangenen Monaten. Lassen Sie uns diesen guten Weg ge- meinsam weitergehen und weiterhin so gut zusammenstehen.

Für die nun anstehenden Sommerferien wünsche ich Ihnen, dass Sie alle Zeit zum Ent- spannen, zum Abschalten und zum Ausruhen finden – und vor allem Gesundheit.

Herzliche Grüße

Ihre Christine Streichert-Clivot
Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes

 

02. Juli 2020

Liebe Eltern,

für Ihr Kind beginnt nach den Sommerferien am 17. August 2020 wieder der reguläre Unterricht in der Schule.

In einem mit dem Gesundheitsbereich und den Gesundheitsämtern abgestimmten Musterhygieneplan wurden Infektionsschutzmaßnahmen festgelegt. Beispielsweise sollen in der Schule feste Gruppen gebildet und eine Durchmischung dieser Gruppen grundsätzlich vermieden werden. Ebenfalls soll das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (einfache Stoffmasken) innerhalb des Schulgebäudes, dies insbesondere im Falle des Zusammentreffens verschiedener Gruppen, aufrechterhalten bleiben.

Trotz dieser Schutzmaßnahmen haben Schüler*innen, bei denen im Fall einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist, die Möglichkeit, sich von der Teilnahme am Unterricht in der Schule befreien zu lassen. Aufgrund der Vielfalt der denkbaren Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ausprägungen bei Kindern und Jugendlichen kann die Einschätzung des individuellen Risikos und der Schutzbedürftigkeit Ihres Kindes immer nur eine Entscheidung des verantwortlichen Arztes bzw. der verantwortlichen Ärztin sein.

Damit Ihr Kind wegen einer besonderen Schutzbedürftigkeit vom Besuch des Unterrichts in der Schule befreit werden kann, müssen Sie der Schule dafür ein entsprechendes ärztliches Attest vorlegen.

Wenn ihr Kind vom Unterrichtsbesuch in der Schule befreit wird, wird es in die häusliche Unterrichtung einbezogen und muss seine Schulpflicht auf diese Weise erfüllen.

Auch wenn in Ihrem Haushalt jemand ein entsprechendes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung hat, kann Ihr Kind dem Unterricht in der Schule fernbleiben. Auch in diesem Fall muss die Notwendigkeit mit einem ärztlichen Attest bestätigt werden.

Den Ärzten sind die benötigten Atteste bekannt.

Bitte beachten Sie, dass die Befreiung vom Unterricht in der Schule für die abzulegenden schriftlichen und mündlichen Prüfungen nicht gilt. Dafür wird es in die Schule kommen müssen, wobei dann noch strengere Hygieneregeln und Maßnahme zum Infektionsschutz gelten werden.

Weitere Informationen zu COVID-19-Erkrankung zum Virus SARS-CoV-2 finden Sie auf den Seiten des Robert Koch Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html [01.07.2020].

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